Concerto 2016 Clos de la Barbanne St. Emilion Bordeaux Montagne Merlot Cabernet

Meine Direktimporte aus Bordeaux:
Zwei absolute Geheimtipps!

Kann es in der digitalen und vernetzten Welt von heute mit ihrem rasenden Informationsfluss und einem verbreiteten Weinjournalismus echte Weinentdeckungen und Geheimtipps überhaupt noch geben? Und das ausgerechnet im berühmtesten Weinanbaugebiet der Welt: Bordeaux? Zumindest die zweite Frage werden die allermeisten Weinliebhaber mit einem klaren „Nein“ beantworten. Aber nur so lange, bis sie einmal meine beiden Direktimporte aus Bordeaux verkosten …

Das eine Weingut heißt Clos de la Barbanne mit seinem Wein Concerto, einem fast reinrassigen Merlot, und liegt im Hinterland von St. Emilion. Das andere ist Château Le Reysse und produziert im nördlichsten Médoc eine typische Cuvée mit Cabernet Sauvignon als Hauptrebsorte. Beide Weine haben ein so sensationelles Preis-Leistungs-Verhältnis, dass man sie sich nicht flaschen-, sondern kistenweise in den Keller legen sollte. Ein Glücksfall für jeden Weinliebhaber – aber nichts für Etikettentrinker.

2018 2016 2015 2012 Le Reysse Medoc Bordeaux Cabernet Merlot Rotwein Frankreich

Concerto, Clos de la Barbanne

Extrem rar, total unbekannt, verdammt gut ...

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Natürlich könnte ich sagen, meine „Weinspürnase“ hätten mich bei meiner Bordeaux-Reise im Spätsommer 2014 zu dem „Garagenweingut“ im Hinterland von St. Emilion geführt. In Wirklichkeit aber war es die Suche nach einem Übernachtungsquartier, denn Clos de la Barbanne ist auch ein kleines, exklusives Bed & Breakfast. In dieser Oase der Ruhe und des Genusses hatte ich auch meine erste Begegnung mit Concerto und sie war Liebe auf den ersten Blick. Schnell ist daraus eine Freundschaft mit seinen Machern Annie und Laurent Gerber entstanden. Und als mich die beiden Winzer Ende 2015 gefragt haben, ob ich ihren Wein in Deutschland EXKLUSIV vertreiben möchte, habe ich keine Sekunde gezögert.

Info und Bestellung durch Klick auf den Jahrgang!

Von den großen Verkostern und Weinjournalisten völlig unbemerkt produzieren die beiden Önologen mit ihrem Concerto einen extrem raren Spitzenwein zu einem unglaublich günstigen Preis. Kein Grand Cru oder gar Grand Cru Classé, sondern nominell nur ein einfacher AC-Wein, weil er außerhalb des Kerngebiets von St. Emilion produziert wird. Als Weinliebhaber darf man froh darüber sein, denn als klassifizierter Wein in dieser Ausnahmequalität und bei so geringer Produktion würde Concerto mindestens das Doppelte, wenn nicht das Drei- oder Vierfache kosten – wie der direkte Nachbar und Parker-Liebling Château Gracia.

Wie kann das sein? Das ist leicht zu erklären, wenn auch nur schwer zu verstehen: Clos de la Barbanne liegt im Hinterland von St. Emilion knapp außerhalb des Kerngebiets und damit auch außerhalb der Klassifizierung. Der Weinberg von Clos de la Barbanne gehört zur weit weniger angesehenen AC Montagne St. Emilion, die für die großen Weingurus praktisch „Niemandsland“ ist. Direkt am Gegenhang stehen die Rebstöcke des hochgelobten Château Gracia, nur getrennt durch den Bach in der kleinen Talsenke – und durch die Appellationsgrenze. Dabei verfügt Clos de la Barbanne auch noch über das bessere Terroir: Die Trauben für den Concerto wachsen an einem Südhang, die für den zwischen 100 und 150 Euro pro Flasche teuren Gracia am gegenüberliegenden Nordhang. Der beste Beweis dafür, wie unsinnig Appellationsgrenzen manchmal sein können.

Nur 1,7 ha ist der Weinberg von Clos de la Barbanne groß, bestockt mit 90 % Merlot von 30 bis 50 Jahre alten Reben und 10 % Cabernet Sauvignon von 85 Jahre alten Reben. Bei normaler Ernte werden rund 5500 Flaschen Concerto produziert, das entspricht einem Hektar-Ertrag von nicht einmal 25 hl und in manchen Jahren (wie 2013) ist er noch weit niedriger. Die Lese erfolgt ausschließlich per Hand mit strenger Selektion und bei der Kellerarbeit wird jeder Stress für den werdenden Wein vermieden (kein Umpumpen, keine Klärung …). Der Ausbau erfolgt je nach Jahrgang für 12 bis 18 Monate in neuen oder einmal gebrauchten Barriques in Topqualität.

Kleine Größe, höchste Qualität: Aufgrund der geringen Produktion von Clos de la Barbanne kann sich Laurent Gerber den Luxus leisten, sich und seiner Vorstellung von Wein treu zu bleiben. Er muss sich nicht dem Markt anpassen und keine Kompromisse aus wirtschaftlichen Überlegungen eingehen. Seine Weine sind Charakterdarsteller mit unverwechselbarer Handschrift. Weine, die ihr Terroir – vom Boden über die Jahrgangstypizität bis zur Arbeit im Keller – deutlich zum Ausdruck bringen. Kraftvolle, aber auch feine Rotweine, die sich scheinbar schnell erschließen, dann aber mit so vielen unterschiedlichen Facetten überraschen …

Das idyllische Clos de la Barbanne ist außerdem ein kleines aber feines Bed & Breakfast mit vier exklusiven und hochwertig ausgestatteten Suiten. Perfekt für alle, die ein wenig Ruhe und Abgeschiedenheit suchen und dennoch in wenigen Minuten Autofahrt durch die schöne Weinlandschaft in St. Emilion sein möchten. Und ein idealer Ausgangspunkt, um die 1999 als erstes Weinanbaugebiet von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannte Gegend zu erkunden.

Zur Website von Clos de la Barbanne!

Château Le Reysse

Sensationelles Preis-Leistungs-Verhältnis ...

Château Le Reysse

Weine auf Weltklasse-Niveau zu kaufen, ist in Bordeaux keine Kunst. Doch in aller Regel lassen sich die Weingüter ihre Spitzenqualität auch sehr teuer bezahlen. Lange musste ich deshalb am so genannten „linken Ufer“ (Médoc) nach einem Cabernet-Sauvignon-geprägten Wein suchen, der das gleiche sensationelle Preis-Leistungs-Verhältnis wie mein Besteller Concerto aus dem Hinterland von St. Emilion hat. Dabei habe ich eine Vielzahl von Weinen verkostet, die zwar gut aber doch nicht gut genug für meine hohen Ansprüche waren, bis ich endlich fündig geworden bin: Château Le Reysse im nördlichen Médoc in der gleichnamigen AC! Produziert wird dieser Ausnahmewein von einem gebürtigen Deutschen, Stefan Paeffgen.

Info und Bestellung durch Klick auf den Jahrgang!

Auf einem Bauernhof zwischen Aachen und Köln aufgewachsen, ist Stefan Paeffgen als Quereinsteiger mittlerweile stolzer Besitzer von vier Châteaux in Bordeaux. Sein Herz gehört besonders Château Le Reysse, dem „Flaggschiff“ unter seinen Gütern mit über 50 Jahre alten Reben, auf dem er auch mit seiner Familie lebt. Die Bewirtschaftung erfolgt naturnah und nachhaltig, inklusive extensiver Viehhaltung nach biologischen Kriterien. Im Bordeaux-Kontext und angesichts der Qualität ist der Preis für Le Reysse unglaublich günstig! Ähnliches gilt für die weiteren Weingüter der Vignobles Paeffgen: Clos du Moulin, Château Lassus (Cru Bourgeois) und Moulin de Lestagne.

Château Le Reysse verfügt über ein hervorragendes Terroir hoch im Norden des Médoc ganz nah an der Gironde und nicht weit von St. Estèphe, der nördlichsten der berühmten Appellationen. Auf einer Rebfläche von nur 4,5 Hektar produziert Stefan Paeffgen dort einen Spitzenwein mit 20.000 bis 26.000 Flaschen pro Jahr. Den Jahrgang 2009 hat er noch vom Vorbesitzer des Château im Keller übernommen. Sein erster komplett eigener Jahrgang war dann 2010 – und gleich mit seinem Premierenwein erregte der Winzer aus Berufung viel Aufsehen. Seither ist die Qualität von Le Reysse weiter angestiegen – und das mit bemerkenswerter Konstanz auch in nach allgemeiner Einschätzung schwächeren Bordeaux-Jahrgängen.

Das beste Beispiel dafür ist Château Le Reysse aus dem vielfach unterschätzten Jahrgang 2012. Der Wein befindet sich aktuell in perfekter Trinkreife und wird dieses Niveau noch für Jahre halten. Ein Glücksfall, dass ich den 2012er noch direkt ab Château beziehen und in mein Angebot aufnehmen konnte. Damit kann ich aktuell gleich vier großartige Jahrgänge Château Le Reysse anbieten, die zu einer kleinen Vertikale einladen. Ein herausragendes Duo bilden dabei die beiden Jahrgänge 2015 und 2016, die sich schon jetzt mit großem Genuss trinken aber noch Potenzial für mindestens 10 Jahre haben. Der vierte große Jahrgang im Bunde von Château Le Reysse ist der (zu Recht) generell hochgelobte Bordeaux-Jahrgang 2018 – vielleicht sogar das bisherige Meisterstück von Stefan Paeffgen.

Château Le Reysse ist stilistisch ein typischer Terroirwein des Médoc, je nach Jahrgang mehr oder weniger stark von der Hauptrebsorte Cabernet Sauvignon geprägt. Zur zweitwichtigsten Rebsorte Merlot gesellt sich seit dem Jahrgang 2015 ein kleiner Anteil Cabernet Franc, was den Weinen noch mehr Struktur gibt. Die über 50 Jahre alten Reben, der naturnahe Anbau, die strenge Selektion und der lange Barrique-Ausbau verleihen den Weinen eine Komplexität und ein Reifepotenzial, die für diese Preisklasse einzigartig sind. Bemerkenswert auch, wie Stefan Paeffgen die Herausforderungen der Klimaveränderung meistert und trotz der größeren Fülle und tieferen Fruchtigkeit der heutigen Generation von Bordeaux die klassische Finesse in seinen Weinen bewahrt.

Fazit: Château Le Reysse ist nichts für „Etikettentrinker“ – aber ein „Schatz“ für echte Weinliebhaber, für die nur die Qualität im Glas zählt. Sie sollten sich diesen Wein nicht flaschen-, sondern am besten kistenweise in den Keller legen. Was zu diesem Preis auch für ‚“normal Sterbliche“ erschwinglich ist …

Zur Website von Château Le Reysse!